Der Mord an zwei russischen Touristinnen am vergangenen Samstag hat nicht zu massenhaften Stornierungen von Reisen nach Thailand geführt.
„In ganz Russland gibt es keine Annullierungen von Reisen nach Thailand zu beobachten, nicht mal in Kemerowo“, sagte der Präsident der russischen Tourismusverbandes, Sergej Schpilko. Zwei russische Urlauberinnen aus der sibirischen Stadt Kemerowo – die 30-jährige Tatjana Zimfer und die 25-jährige Ljubow Swirkowa – waren in der Nacht zum 24. Februar am Strand des thailändischen Ferienorts Pattaya erschossen worden.
Schpilko ist überzeugt, dass die thailändische Regierung aufgrund der Morde sich vermehrt um die Sicherheit in den Urlaubsorten kümmern werde.
Dennoch sieht der Tourismusexperte die Sicherheit der russischen Touristen als ungenügend an. Derartige Probleme gäbe es weltweit in allen Orten. Das hinge mit der Zunahme von Anschlägen auf Ferienorte zusammen.
„Nach dem 11. September gewöhnt man sich an die neuen Verhältnisse. Anfangs haben die Hotels ihre Preise nach einem Terroranschlag gesenkt, heute ist das eher selten der Fall“, bemerkte Schpilko.
„Die Tourismusbranche ist in Thailand lukrativ und bildet die Basis aller Einkommen“, sagte er. Dabei ist er sicher, dass die Schuldigen „gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden, weil der Staat daran interessiert ist“.