Das Hochwasser in Bangkok ist ein echtes Wetterphänomen, denn es wird norwegischen Experten zufolge in diesem Jahr 2012 deutlich stärker ausfallen als im vergangenen Jahr. Laut der norwegischen Universität Bergen ist zwar die Situation ähnlich des Jahres 2012, aber das bedeutet nicht, dass dies der Ursprung der extremen Überschwemmungen in Thailand sei. Für diese Art Überschwemmung gibt es viele Faktoren, aber die Gefahren sind enorm.
Hier wird vom La Ninaphänomen gesprochen, das seit 2010 andauert und auch keine Anzeichen zeigt, dass es wieder verschwindet. Im Jahr 2010 gab es eine starke Abkühlung und anstatt es wieder wärmer wurde, blieb es lange kalt. Diese Kaltphase ist ein Vorbote einer noch längeren La Ninaphase, einer Kaltphase.
Bei dieser Art Phase erwärmt sich die Meeresoberfläche im Westpazifik sehr stark, aber gleichzeitig kühlt sich das Wasser im Ostpazifik der südamerikanischen Küste ab. Das hat zur Folge, dass heftige Ost-Passatwinde über den indonesischen Archipel ziehen. Diese sorgen dann in Südostasien und Südchina für intensive Niederschläge und beim entgegengesetzten Wetterphänomen El Nino kommt es deswegen zu häufigen Dürreperioden.
Auch ungewöhnlich starke Monsunregenfälle sind ein Grund für das Hochwasser in Zentralthailand. Vor allem waren auch große Teile der Hauptstadt Bangkok betroffen. Es starben um die 700 Menschen und der Gesamtschaden beläuft sich auf mehrere Milliarden Dollar. Somit kamen auch Thailands Wirtschaft zum Erliegen und Hunderttausende Arbeitslose standen auf der Straße.