Thailand hat sich zu einem beliebten Reiseziel entwickelt. Es ist bei Erholungssuchenden, die baden und Sonne tanken wollen, bei allen, die sich an asiatischen Sehenswürdigkeiten erfreuen, und bei Tauchern gleichermaßen beliebt. Thailand ist ebenso ein Paradies für Naturfreunde, denn große Teile des Landes und Teile der die dazugehörigen Inseln sind von Dschungel bedeckt. Dort leben zahlreiche exotische Pflanzen und Tiere. Waren im Jahre 1960 noch etwa 75 Prozent des Landes mit Wald bedeckt, so sind es heute allerdings nur noch, unterschiedlichen Quellen zufolge, 18 bis 26 Prozent.
Tropische Regenwälder befinden sich vor allem in Süd- und Westthailand. In diesen Wäldern wachsen Holzölbäume und Durianbäume. Die Früchte der Durianbäume werden als Durianfrüchte oder Stinkfrüchte bezeichnet. Frisch verzehrt, sind die Früchte für die Einheimischen eine Delikatesse, denn sie erinnern in ihrem Geschmack an Vanillepudding. Werden die Früchte überreif, können sie schnell explodieren und einen üblen Geruch verbreiten. In höheren Lagen befinden sich Kiefern- und Laubwälder. Vertreter der Laubwälder sind Eichen und Kastanien. Teakbäume kommen in den Berggebieten vor, werden jedoch, da ihr Holz besonders begehrt ist, in Plantagen angebaut. Eukalyptusbäume sind in Thailand ursprünglich nicht heimisch, werden jedoch auf Plantagen angebaut. Bambus und Silberhaargras wachsen vor allem, wenn Wälder abgeholzt werden, als Sekundarvegetation. Mangrovenwälder sind in den Küstengebieten angesiedelt. In diesen Wäldern wachsen die von Menschen genutzten Nipapalmen.
Thailand ist Heimat vieler großer exotischer Tiere. Asiatische Elefanten, Sambarhirsche, Nebelparder, Leoparden, Tiger, Wildschweine, Wildrinder und Affen kommen häufig vor. Schabrackentapire leben im Süden des Landes. Wasserbüffel leben noch an der Grenze zu Myanmar. Viele Eidechsenarten und Schlangen, vor allem die Königskobra, die Brillenschlange und Pythons, Kröten und Frösche kommen reichlich vor. Schmetterlinge und andere Insekten sind in großer Vielfalt anzutreffen. Vögel leben vor allem in den Wäldern. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Beos, wilde Pfauen, Nektarvögel, Nashornvögel, Papageien und Fasane. In den Kulturgebieten leben Störche, Ibisse, Kraniche und Reiher. In den Binnengewässern leben vor allem Karpfenfische, die für die menschliche Ernährung von Bedeutung sind. In den Meeren leben Heringe, Makrelen, Haie sowie Krokodile und Schildkröten.
Wilde Elefanten im Khao-Yai-Nationalpark
Zum Erhalt der großzügigen Flora und Fauna wurden im gesamten Land zahlreiche Nationalparks, Wildschutzgebiete und Reservate errichtet. Zu diesen Parks gehören 60.000 Quadratkilometer der Landfläche und etwa 6.000 Quadratkilometer der Meeresfläche.