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Die Bevölkerung Thailands

Die Bevölkerung Thailands...

Thailand hat etwas mehr als 69 Millionen Einwohner. Davon sind 75 Prozent Thai und etwa 15 Prozent Chinesen. Eine muslimische Minderheit stellen die in Südthailand lebenden Malaien dar. Thailand gehört zu den 20 bevölkerungsreichsten Ländern der Erde. Die Bevölkerung stieg in den letzten 150 Jahren stark an. Im Jahre 1850 lebten in Thailand lediglich 5,5 Millionen Menschen. Im Jahre 1960 lebten bereits 26 Millionen Menschen in Thailand. In den letzten Jahren ist das Bevölkerungswachstum wieder rückläufig. Am dichtesten besiedelt ist der Raum um Bangkok. Die Bergregionen sind nur dünn besiedelt. Während ca. 32 Prozent der Bevölkerung in den Städten leben, so leben die übrigen 68 Prozent auf dem Land.

Thailand entwickelte sich seit den 1960er Jahren zu einem Industriestaat, was zum Teil negative Folgen für die Natur hat. Große Waldflächen wurden gerodet, Wasserläufe wurden geschädigt. Das hatte eine konsequente Familienplanung zur Folge, für die eigens eine Behörde eingeführt wurde. Bekam eine Frau im Durchschnitt im Jahre 1970 noch 6,9 Kinder, so sind es jetzt nur noch 1,6 Kinder. Der Großteil der Bevölkerung, nämlich 70 Prozent, ist zwischen 15 und 64 Jahre alt. Jünger als 15 Jahre sind 22 Prozent der Bevölkerung. Lediglich 8 Prozent der Bevölkerung sind älter als 65 Jahre.

Die Migrationsrate ist in Thailand fast Null. Ebenso viele Menschen, wie das Land verlassen, wandern nach Thailand ein. In Thailand halten sich seit Mitte der 1970er Jahre Flüchtlinge aus Myanmar auf, die in Lagern an der Westgrenze des Landes leben. Gastarbeiter kommen vor allem aus Myanmar, Laos und Kambodscha. Sie sorgen für ein schnelles Wirtschaftswachstum.

Vor allem im Norden des Landes siedeln Bergvölker, die ethnisch sehr heterogen sind. Sie unterscheiden sich in ihren sozialen Organisationen und Traditionen. Diese Völker leben von der Landwirtschaft im Schwendbau, was zu massiven Umweltproblemen führt. Viele dieser Bergvölker sind aufgrund von Entwicklungsprogrammen und der touristischen Erschließung schon bald davon bedroht, kulturell und sprachlich von der thailändischen Bevölkerung aufgesogen zu werden.

Die Chinesen leben bereits seit dem 14. Jahrhundert in Thailand und kamen damals als kleine Händlergruppen dorthin. Die meisten chinesischen Einwanderer kamen jedoch im 19. Jahrhundert nach Thailand. Damals schlossen viele chinesische Männer Mischehen mit thailändischen Frauen. Eine große chinesische Einwanderungswelle folgte im 20. Jahrhundert, was zu blutigen Auseinandersetzungen führte. Die Chinesen beherrschen das Wirtschaftsleben in Thailand. Jedoch sind nur die Chinesen, die über die thailändische Staatsbürgerschaft verfügen, den Thai gleichgestellt.

Flora und Fauna in Thailand

Flora und Fauna in Thailand...

Thailand hat sich zu einem beliebten Reiseziel entwickelt. Es ist bei Erholungssuchenden, die baden und Sonne tanken wollen, bei allen, die sich an asiatischen Sehenswürdigkeiten erfreuen, und bei Tauchern gleichermaßen beliebt. Thailand ist ebenso ein Paradies für Naturfreunde, denn große Teile des Landes und Teile der die dazugehörigen Inseln sind von Dschungel bedeckt. Dort leben zahlreiche exotische Pflanzen und Tiere. Waren im Jahre 1960 noch etwa 75 Prozent des Landes mit Wald bedeckt, so sind es heute allerdings nur noch, unterschiedlichen Quellen zufolge, 18 bis 26 Prozent.

Tropische Regenwälder befinden sich vor allem in Süd- und Westthailand. In diesen Wäldern wachsen Holzölbäume und Durianbäume. Die Früchte der Durianbäume werden als Durianfrüchte oder Stinkfrüchte bezeichnet. Frisch verzehrt, sind die Früchte für die Einheimischen eine Delikatesse, denn sie erinnern in ihrem Geschmack an Vanillepudding. Werden die Früchte überreif, können sie schnell explodieren und einen üblen Geruch verbreiten. In höheren Lagen befinden sich Kiefern- und Laubwälder. Vertreter der Laubwälder sind Eichen und Kastanien. Teakbäume kommen in den Berggebieten vor, werden jedoch, da ihr Holz besonders  begehrt ist, in Plantagen angebaut. Eukalyptusbäume sind in Thailand ursprünglich nicht heimisch, werden jedoch auf Plantagen angebaut. Bambus und Silberhaargras wachsen vor allem, wenn Wälder abgeholzt werden, als Sekundarvegetation. Mangrovenwälder sind in den Küstengebieten angesiedelt. In diesen Wäldern wachsen die von Menschen genutzten Nipapalmen.

Thailand ist Heimat vieler großer exotischer Tiere. Asiatische Elefanten, Sambarhirsche, Nebelparder, Leoparden, Tiger, Wildschweine, Wildrinder und Affen kommen häufig vor. Schabrackentapire leben im Süden des Landes. Wasserbüffel leben noch an der Grenze zu Myanmar. Viele Eidechsenarten und Schlangen, vor allem die Königskobra, die Brillenschlange und Pythons, Kröten und Frösche kommen reichlich vor. Schmetterlinge und andere Insekten sind in großer Vielfalt anzutreffen. Vögel leben vor allem in den Wäldern. Dabei handelt es sich hauptsächlich um Beos, wilde Pfauen, Nektarvögel, Nashornvögel, Papageien und Fasane. In den Kulturgebieten leben Störche, Ibisse, Kraniche und Reiher. In den Binnengewässern leben vor allem Karpfenfische, die für die menschliche Ernährung von Bedeutung sind. In den Meeren leben Heringe, Makrelen, Haie sowie Krokodile und Schildkröten.

Wilde Elefanten im Khao-Yai-Nationalpark

Zum Erhalt der großzügigen Flora und Fauna wurden im gesamten Land zahlreiche Nationalparks, Wildschutzgebiete und Reservate errichtet. Zu diesen Parks gehören 60.000 Quadratkilometer der Landfläche und etwa 6.000 Quadratkilometer der Meeresfläche.

Die Küche Thailands

Die Küche Thailands...

Liebhaber der asiatischen Küche, die nach Thailand kommen, werden von der abwechslungsreichen thailändischen Küche begeistert sein. Im Laufe vieler Jahre wurde die Küche von indischen, asiatischen und europäischen Einflüssen geprägt. Die Gerichte sind leicht. Viele gesunde Zutaten, zu denen vielfältige Gemüsesorten, Früchte und Fisch gehören, werden verwendet. Die Gerichte werden mit exotischen Gewürzen pikant abgerundet. Die thailändischen Gerichte kann man nicht nur in den Garküchen an den Straßen, sondern vor allem in den Hotels und Restaurants genießen. In den Hotels und Restaurants gelten strenge hygienische Auflagen.

Die Essgewohnheiten in Thailand unterscheiden sich von den europäischen Essgewohnheiten. Beim Essen steht die Geselligkeit im Vordergrund. Eher selten sind Einzelportionen. Das Hauptgericht wird in die Mitte des Tisches gestellt, sodass jeder soviel davon auffüllen darf, wie er mag. Das Nachfüllen des Tellers ist selbstverständlich erlaubt.

Nudeln und Reis zählen zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln. Neben Nudeln als Teigwaren, wie sie in Europa gern gegessen werden, spielen Reisnudeln eine wichtige Rolle. Diese Beilagen werden zu den meisten Gerichten serviert. Zum typischen Frühstück in Thailand gehören Reisbrei oder Reissuppe. Die Küche in Thailand ist regional geprägt. Jede Region hat ihre Spezialitäten. Im Süden des Landes ist das scharfe Currygericht Mussamein Gai typisch, das mit Hühnerfleisch, Kartoffeln und Reis zubereitet wird. Hackfleisch wird gerne im Nordosten des Landes gegessen. Ein typisches Gericht ist Larp, das stark gewürzt ist. Die Schärfe erhält das Gericht durch verschiedene Kräuter und Soßen. Kau Soi Gai ist ein Gericht mit scharfem Hühnerfleisch, das im nördlichsten Teil des Landes gegessen wird. Wer es lieber milder mag, der wird von Nam Prik Ong begeistert sein, einem Gericht aus Chilipaste, Schweinefleisch und Tomaten. Neben Fleisch und Gemüse nehmen Fische und Meeresfrüchte einen wichtigen Platz in der thailändischen Küche ein.

 

 

Als Nachtisch werden viele exotische Früchte gereicht, die frisch verzehrt werden. Immer wieder zwischendurch ist ein Glas frischer Obstsaft beliebt. Alkoholische Getränke, vor allem Wein und Bier, werden am Abend getrunken. Traditionell ist das Singha Bier, das an den Strandbars angeboten wird.